Montag, 13. Januar 2014

Die Kelten – Europas erste Umweltsünder oder über Keltomanie und Keltologie

Wenn wir uns mit dem Geheimnis des keltischen Geistes beschäftigen müssen wir sehr behutsam
vorgehen sonst landen wir schnell in Fantasien.
Jean Markale schrieb einmal: … „seit dem Jahre 52 unserer Zeitrechnung haben die Völker Westeuropas vergessen, wer sie einmal gewesen sind. Denn genauen Ort der Niederlage von Vereingetorix bei Alesia kennt heute niemand mehr, und doch trat dort dort große Wende ein: Die griechisch – römische Geisteshaltung, die auf dem Glauben an den Universalismus und an die Logik des ausgeschlossenen Dritten basiert, begann langsam, aber sicher das sogenannte „barbarische“ Denken der Kelten zu verdrängen. Dadurch vergaßen wir Westeuropäer allmählich, das wir Töchter und Söhne der Kelten und vor allem die Erben der spirituellen Tradition dieses Volkes sind“.
Das sind schöne Worte die aber nur zum Teil der Wahrheit entsprechen.
Die heutige „Keltomanie“ die sehr unrealistisch und keinesfalls auf historisch – archäologischer Forschung beruht hat dennoch einen kleinen Vorteil, nämlich: Die Kelten gelten als Fürsprecher der Natur, ja, direkt als Naturweise, dies hat für unsere heutige Zeit zweifelsohne einen großen Vorteil, nämlich denn, dass sie uns aus der Vergangenheit, einen Wegweiser in die Zukunft weisen mit dem harmonischen Umgang mit unserem bedrohten Planeten.
Dass die Kelten aber auch ein Volk waren, dass man in ihren religiösen Ritualen mit den Azteken vergleichen kann, darf man nicht außer acht lassen.
Wir dürfen uns von diesem Volk nicht zu Wunschvorstellungen verleiten lassen, denn dies ist der Fallstrick der keltischen Mythologie der so oft falsch ausgelegt wird.
Ich möchte sogar behaupten, die Kelten waren die „ersten Umweltsünder Europas“!
Ein Beispiel:
Die Kelten rodeten riesige Waldgebiete, weil sie Holzkohle zur Eisenschmelze benötigten. Dazu kommt noch, dass die keltischen Schmiede bei der Schmelze dem Erz Blei beifügten. Dieses hochgiftige Metall ist noch heute, also nach über 2000 Jahren an seinen hohen Konzentrationen nachweisbar.
Die Ausbeutung der Wälder bildete tatsächlich eine Haupttätigkeit der Kelten/Gallier. Sie benötigten Unmengen von Holz auch für Hausbau, Schiffsbau und Wagenbau.
hukwa




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