Dienstag, 12. Juni 2018

Sonntag, 20. Mai 2018

Unterm Eulenberg

Ein kleiner historischer Spaziergang entlang der Westerbach

Gestern eine Wanderung durchs Eulental unternommen. Dass sehr romantisch gelegene Waldtal, durchfließt ein kleines Bächlein. Im Mittelalter stand hier eine Glashütte, deren Glaswaren weit über die Grenzen des Pfälzerwaldes begehrt waren. Seinen Namen hat das Tal nach dem von Buchen und Eichen bewachsenen Eulenberg. 

Eulental - Fotos©UteKW
 
Im Mitttelalter gehörte diese Landschaft noch zum Gericht Trippstadt. Ein falkensteinischer Zweig der auf Burg Wilenstein wohnte, hatte hier Lehen. Auch die alten Glashüttenmeister mussten an die Falkensteiner Abgaben zahlen. Und nicht wenig, das kann man dem falkensteinischen Zins- und Rentbuch für das Amt Wilenstein entnehmen. Darin lesen wir das eine „Alte Hütte“ in der Rambach südöstlich von Mölschbach abgebrannt war, aber 1621 bereits durch eine „Neue Hütte“ unden am Eulenberg ersetzt wurde. Zu dieser Glashütte gehörten neben dem Jerg Fischer noch Jacob Hirsch und Hanß Wolf der Schürer. Im Jahr 1630 wurden zwei neue Glashütten auf der gegenüberliegenden Seite des Scheidwalds in der Schankbach dem heutigen Neuhöfertal gebaut. Diese beiden Hütten scheinen einen guten Umsatz gemacht zu haben, die dortigen Hüttenmeister Conrad Fleckensteiner und Jonas Richter beschäftigten eine Anzahl von zehn Mitarbeitern und mussten an die Herrschaft Falkenstein einen hohen Zins abliefern. Im Jahr 120 Gulden und tausend Fensterscheiben (kleines Butzglas).
Hauptrohstoff zur Glasherstellung war Kiesel oder Quarz. In den Hütten wurde Glas hergestellt, indem man Sand oder gepulverten Kiesel mit Pottasche oder Soda vermischte und diese Mischung einer starken Glühhitze aussetzte. Dazu benötigte man sehr viel Holz, daher waren diese alten Glashüttten regelrechte „Waldfresser“, nach etwa zehn Jahren wurde die Glashütte verlassen und an einem andern Ort wieder aufgebaut, da das Holz der umliegende Wälder aufgebraucht war. So romantisch wie heute war es damals wohl nicht im Eulental. Die Glashütte im Eulenbachtal wurde 1767 aufgelassen und ist zerfallen. Ein Ritterstein erinnert an sie.
Nicht weit vom Eulenberg entfernt auf dem nördlichen Ausläufer vom Scheidwald liegt das Augustenköpfchen eine ehemalige kleine romantische Waldanlage. Erbauen ließ sie Freiherr Karl Theodor von Hacke, der letzte kurpfälzische Obersforstmeister und Besitzer des Trippstadter Schlosses, für seine einzige Schwester Auguste Elisabetha. Daher also der Name Augustenköpfchen. 

Fotos©UteKW
 
In den waldkühlen dunklen Schluchten zwischen Eulenberg und Augustenköppchen wo die Westerbach sich ihren Weg bahnt scheint die Zeit manchmal still zu stehen. In früheren Zeiten hieß das Eulental Westerbachtal, nach dem Bächlein das von hier in Richtung Mölschbach fließt. Die Wälder auf den Höhen sind tief und dicht und im Frühjahr dringt aus ihnen ein jubilierendes Vogelkonzert das den Wanderer auf seinen einsamen Waldwegen begleitet.
hukwa

Donnerstag, 10. Mai 2018

Friedrich von Hausen und die Hohenstaufen

Im Jahre 1172 wird der Minnesänger Friedrich von Hausen in Lautern als Zeuge einer Urkunde benannt. Wer war dieser Friedrich von Hausen?
Aus seiner oberrheinischen Heimat, sein genauer Geburtsort ist nicht bekannnt, liegen uns einige Urkunden von Friedrich vor. Desweiteren wird in mehreren Chroniken über sein Wirken und seine Lebensstationen im Umfeld Kaiser Friedrich Barbarossas berichtet. Friedrich von Hausen war ein Ministeriale, Ritter und Minnesänger. Auch bezeugen einige Dichter seiner Zeit, seinen Ruhm und ausserordentliche Begabung als Minnesänger.
Zwischen 1171 und 1190 ist ein Fridericus de Husen (= lateinische Namensform) in verschiedenen Urkunden genannt, so als Sohn des homo liber Waltherus de Husen. Dieser besaß Eigengüter in Dogesheim, Dienheim und Gensingen, sowie die Vogtei über die Dörfer Worms-Ibersheim und Groß-Rohrheim.
Ein erster kurzer Überblick über seine bezeugte Lebensstadionen zeigt welch unruhiges und abenteuerliches Leben Friedrich von Hausen geführt hat.
Zwischen 1185 und 1186 reist er durch Italien im Gefolge von Barbaossas Sohn Heinrich, dem späteren Kaiser Heinrich VI zur Vermählung mit der Erbtochter des sizilianischen Königreiches, Konstanze von Sizilien. Konstanze war gewiß nicht die „Idealfrau“ Heinrichs. Sie war 11 Jahre älter als der Stauferkönig und galt daher für die damaligen Verhältnisse als „alte Jungfer“. Die Hochzeit fand in einer roh gezimmerten Holzhalle statt, da ja Mailand, das durch Barbarossa zerstört war, keine fürstliche Baulichkeit anbieten konnte. Konstanze wurde die Mutter des späteren Kaisers Friedrich II von Hohenstaufen.
Im Jahre 1187 erscheint er im Gefolge Kaiser Barbarossas bei dessen Begegnung mit dem französischen König Philipp August.
1189 nimmt Friedrich von Hausen am 3. Kreuzzug der von Friedrich I Barbarossa geleitet wird teil.
Am 6. Mai 1190 stirbt Friedrich von Hausen bei einem Reitunfall in der Schlacht bei Philomelium, dem heutigen Aksehir, nahe Konya in der Türkei. Am 10. Juni 1190 fand Kaiser Friedrich Barbarossa bei diesem Kreuzzug den Tod.
Friedrich von Hausen wird in der Nähe von Konya, das damals ein Zentrum des Sufismus war beigesetzt.
Der Literaturwissenschaftler und Forscher über den deutschen Minnesang des Mittelalters schrieb über Friedrich von Hausen: „Nicht weniger als fünf mittelalterliche Chroniken beklagen den Tod dieses vir probus et nobilis (dieses tapferen und edlen Mannes) und miles stremuus et famosus (dieses hervorragenden Kämpfers und berühmten Ritters).
Von Hausen war einer der zehn hohen Urteilssprecher, die der Kaiser in Angelegenheiten des Grafen von Hennegau bestellte. Im Jahre 1188 geleitete der Ritter und Minnesänger den Grafen nach Worms wo dieser am 23. Dezember von König Heinrich VI in einem Geheimabkommen die Zusage erhalten hat ein Reichslehen zu bekommen. Ein Jahr später begeleitete er nochmals den Grafen nach Worms zur Belehnung durch König Heinrich und erscheint bei den darauffolgenden Verhandlungen als Zeuge.
Wahrscheinlich hatte Hausen zur gleichen Zeit mit dem Kaiser auf dem Mainzer Hoftag im März 1188 das Kreuz genommen, also sich entschlossen am Dritten Kreuzzug teilzunehmen.
Das Heer mit dem Barbarossa am 11. Mai 1189 von Regensburg aus aufbrach, war wohl das glanzvollste und größte Kreuzzugsheer aller Zeiten.
In dieser Zeit entstand Friedrich von Hausen`s berühmtestes Kreuzlied:

Min herze und min lip diu wellent scheiden,
diu mit ein ander wären nu manige zit.
Der lip wil gerne vehten an die heiden,
so hät iedoch daz herze erwelt ein wip
vor al der werlt. Dazu müet mich ierner sit,
daz siu ein ander niht volgent beide.
Mir habent diu ougen vil getan ze leide.
Got eine müese scheiten noch den strit.

Ich wände ledic sin von solcher swaere,
do ich daz kriuze in gottes ere nam.
Ez wäere ouch reht, daz ez also waere,
wan daz min staetekeit mir sin verban.
Ich sollte sin ze rehte ein lebendic man,
ob ez den tumben willen sinverbaere
nu sihe ich wol, daz im is gar unmaere
wie ez mir süle an dem ende ergän.



Friedrichs Lieder zeugen von einer hohen dichterischen Begabung. Er bezieht die ritterliche Wirklichkeit, seine Italienfahrt aber auch die Kreuzzüge in seine Lieder ein. Das interessante an ihm ist ja vor allem, dass er nicht nur im Minnedienst seine Aufgabe fand sondern auch als Ministerialer und Ritter am gesellschaftlich-politischen Leben teilnahm und diese Erfahrungen in seine Lieder miteinbringen konnte. Seine Teilnahme als Ritter und Minnesänger am Mainzer Hoffest von 1184 dürfte als gesichert gelten. Auch ist er hier auf die urkundlich bezeugten Minnesänger Heinrich von Veldeke, Guiot des Provins (dieser berichtete über den Mainzer Hoftag), Doetes de Troyes und andere Sänger getroffen.
Schwertträger des Kaisers war bei diesem Fest der schon erwähnte Graf von Hennegau.
Friedrich von Hausen lebte nicht nur nach dem Ideal der Minnesänger sondern vor allem nach dem ritterlichen Lebensideal. Er war ganz und gar ein Mensch der Stauferzeit, dieser lebte in einer vom christlichen Glauben geprägten Welt und möchte in keiner anderen leben. Wertordnungen anderen Ursprungs gab es nicht.

Literaturhinweise:
Bürgerbuch der Stadt Kaiserslautern.
Erna Barnick: Kaiser Friedrich Barbarossa in der Geschichte.
Arthur Diederichs: Staufer und Welfen.
Robert Kohlrausch: Herrschaft und untergang der Hohenstaufen in Italien.
Rainer Haussheer: Die Zeit der Staufer.
Julius Weichardt: Friedrich von Hausen und der ältere deutsche Minnesang.
Ferdinand Seibt: Glanz und Elend des Mittelalters.
Hans Wagner: Die Hohenstaufen und das Lauterer Reichsland. Unveröffentlichtes Manuskript.

hukwa

Philipp von Falkenstein I

Im Jahre 1246 beurkundet Konrad IV (1228-1254- Sohn Friedrich II), dass ihm Isengard, die Frau seines Truchsesses Phillip I von Falkenstein (1200 – 1271), die Burg Trifels mit den genau aufgeführten kaiserlichen Insignien sowie den Burgen Guttenburg, Neukastell, Spiegelburg und Anebos übergeben habe, die alle der alten Reichsburg Trifels zugeordnet wurden. Dieser Eintrag im falkensteinischen Kopialbuch ist das älteste Verzeichnis der Reichskleinodien.
PhilippI von Falkenstein stammte aus dem mächtigen Haus der Bolander. Er war ein Sohn von Werner III von Bolanden und dessen Ehefrau Agnes von Isenburg-Braunsberg.
Philipp I ist der eigentliche Gründer des Geschlechts „von Falkenstein“. Seinen Namen benannte er nach einem Felsen auf dem zwischen 1124 bis 1135 die Reichsburg der Falkensteiner erbaut wurde.
In einer Urkunde aus dem Jahre 1019 wird der Felsen Falkenstein als Grenzpunkt der Mark Albusheim (einer Wüstung bei Imsbach) und Sippersfeld genannt. Dieser Felsen galt als der nördlichste Grenzpunkt des Reichslandes Lautern.
PhilippI von Falkenstein heiratete 1225 Isengard von Münzenberg, eine Erbtochter Ulrich I von Münzenberg. Unter Kaiser Friedrich II begann der Aufstieg Philpps I. Er war von 1246 bis 1253 Reichstruchsess. Im Jahre 1257 wurde ihm das Reichskämmeramt aufbeliehen und er wurde beauftragt, die Reichskleinodien auf dem Trifels zu verwalten.
In den Jahren 1255/58 fiel ihm durch seine Frau ein Sechstel des Münzenberger Erbes zu, darunter die Herrschaft Königstein, Assenheim und der Forst Dreicheich.
Als Hüter der Reichsinsignien, Reichskämmerer und ehemaliger Truchsess gehörte Philipp I von Falkenstein zu den wichtigsten Hofbeamten des Reiches. Philipp verstarb um 1271. Er hinterließ zwei Söhne Philipp II und Werner I diese gründeten zwei Linien der Falkensteiner, die Butzenbacher und die Licher Linie. 

hukwa 

Montag, 30. April 2018

Der Ziegelbrunnen

Romantisch passt sich der Ziegelbrunnen der Landschaft an. Der alte Brunnen muss schon viel gesehen haben. Zwischen Wilensteinerhof und Kaltenborn, nicht weit entfernt von der Karlstalschlucht, wacht der Laufbrunnen über die Landschaft. Vom Tal herauf auf einem Berggipfel thronend grüßt die Burgruine Wilenstein. Wo sich heute Weideland und entwässerte Wiesen breitmachen war zur Zeit der Ritter von Wilenstein, Flörsheim und Falkenstein wohl viel Wasser und Morast.
Sein Wasser erhält der Brunnen von einer Quelle im Kaltenbornertal. Errichtet wurde er zur Wassserversorgung einer ehemaligen Ziegelhütte ganz in seiner Nähe.

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Burg Wilenstein - Fotos©UteKW


Ziegelbrunnen Fotos©UteKW

















Haiku

Im Licht des frühen Morgen
die Birken
leuchten wie Marmor.
hukwa

Montag, 23. April 2018

Kaltenborn

Beschattete Mauern
wie vom Alter gebeugt
vom Regen ausgehöhlt
von Moosen und Efeu bewachsen
uralter Fels
der Brunnen plätschert
als singe er
ein Lied aus der Vergangenheit.
hukwa

Mittwoch, 11. April 2018

Der Winzerbrunnen

Winzerbrunnen - Foto©Hans Wagner

Ein Brunnenbewohner Foto©Hans Wagner
Versteckt in einem dicht bewachsenen Waldhang sprudelt einer der ältesten gefassten Brunnen von Trippstadt. Der Winzerbrunnen im Winzertal. Die mit unbehauenen Sandsteinen gefasste Quelle, läuft nicht sehr stark. Das Wasser fließt in einem vermoosten Steintrog gleich unter diesem liegt ein aus Sandstein gebildetes Becken in dem sich dieses sammelt. Spuren im nassen Erdreich verraten das der Brunnen von Wildtieren als Tränke genutzt wird. Niemand weiß wann dieser Brunnen erbaut wurde noch gibt es irgendwelche Beschreibungen oder Urkunden in denen er erwähnt wird.
Versteckt an einem idyllischen Ort scheint der Brunnen in einem tiefen Dornröschenschlaf zu liegen.
hukwa

Dienstag, 6. Februar 2018

Alte Pfälzer Herd- und Feuerstelle

Noch während des 18.Jahrhunderts war die sogenannte „Feuerstätte“ typisch für die ärmere Bevölkerung. Der typologische Beschreibung der südwestdeutschen Öfen, Herde und Feuerstellen stehen recht vielfältige, regional und sozial verschiedene Funktionen und Abweichungen gegenüber; so war die Stube oft Essraum und Küche; daneben diente sie – vor allem bei Kleinhandwerkern und Kleinbauern – als Arbeitsraum. Bei Leinewebern wurde der größte Teil des zur Verfügung stehenden Platzes von einem oder mehreren Webstühlen eingenommen. Auch war es keine Ausnahme, das im Winter das Vieh – vom Federvieh über Ziegen und Schweine bis hin zum Kalb – in der Stube untergebracht wurde. Schließlich diente sie dazu auch noch häufig als Schlafraum für die Familie.
Mit der „Feuerstätte“ in einem Raum begann die Entwicklung der Öfen. Dieser offenen Feuerstelle folgte der sogenannnte „Pfälzer Ritschofen“, der für die damalige Zeit schon sehr „modern“ war, da es nun möglich war mehrere Töpfe auf einem Herd abzustellen. 
Offene Feuerstätte 18. Jahrhundert - Foto Deutsches Ofenmuseum

Füll- Regulier-Ofen 19. Jahrhundert - Foto Eisenhüttenmuseum Trippstadt
Detail
Ritschofen - Kochplatte

Pfälzer Ritschofen 18. Jahrhundert - Foto Eisenhüttenmuseum Trippstadt

Sonntag, 4. Februar 2018

Freitag, 2. Februar 2018

Bilder aus Alt-Lautre: ehemalige Synagoge Kaiserslautern um 1925



Die Kaiserslauterer Synagoge

Eines der schönsten, wenn nicht gar das schönste Gebäude von Kaiserslautern war die Jüdische Synagoge. Das im maurisch/byzantinischen Stil errichtete Gebäude wurde im Februar 1886 festlich eingeweiht. Die „Pfälzische Presse“ bezeichnete damals das Gebäude als...“eine Zierde ihrer Stadt und eine Perle unter den monumentalen Bauten ihrer engeren Heimat....“ Ferner heißt es in diesem Zeitungsartikel: „Möge denn der neue, in allen Teilen so wohlgelungene Tempel viele Jahrhunderte hindurch den Stürmen der Zeit Trotz bieten, den späteren Generationen noch eine Heimstätte des Friedens und der religiösen Erhebung sein und hineinragen in eine andere, schönere Zeit wo alle Erdensöhne, ohne Unterschied der Konfession, es gelernt haben, sich als Brüder und Kinder eines Vaters zu erkennen“.
Die wunderschöne Synagoge wurde im Jahre 1938 von den nationalsozialistischen Mordbrennern zerstört. 

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Bilder aus Alt-Lautre: Donnerstagmarkt um 1905

Wittelsbacherplatz KL
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Bilder aus Alt-Lautre: Haus Hexenbäcker

Haus Hexenbäcker Kaiserslautern - Alte Postkarte

Auf der Rückseite der Postkarte aus den 1960zigern Jahren findet sich folgender Text:
Schon anno 1832 in Familienbesitz. Der erste maschinelle Dampfbackofen in Kaiserslautern brachte dem Vorfahren den Spitznamen „Hexenbäcker“. Im Jahre 1902 zum Königl. Bayer. Hoflieferanten ernannt.

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Mittwoch, 31. Januar 2018

Die Salingsmühle in Kaiserslautern

Die Salingsmühle in Kaiserslautern wurde 1966 abgerissen
Johann Peter Saling (1701 – 1755) der „weiße Indianer aus Kaiserslautern“

Die ehemalige Salingsmühle in Kaiserslautern hat ihren Namen von der Familie Salin aus Metz, die sich nach dem Dreißigjährigen Krieg in Lautern ansiedelte. Seit 1653 wird Pierre Salin, der Großvater von Johann Peter Saling, in den Ratsprotokollen der Stadt genannt, wo er als Ratsbürgermeister und kurpfälzischer Schultheiß wirkte. Johann Peters Vater, Johann Nikolaus, stand auch im Dienste der Stadt. Ihm gehörte die Salingsmühle, eine Mahl-, Loh-, - und Sägemühle. Er verkaufte die Mühle 1731. Mit diesem Geld wanderte sein Sohn Johann Peter nach Amerika aus wo er sich 1733 im Conestoga Tal in Lancaster County niederließ. Im Jahre 1740 zog er mit seiner Familie an den James River nach Virginia wo er unter Trappern und Waldläufern lebte. Zahlreiche Expeditionen führten ihn immer tiefer nach Westen ins Indianerland. Hier geriet er in die Gefangenschaft der Cherokee Indianer, die ihm den Namen „Menou“ gaben, dies bedeutet der „Schweigsame“. Lange Zeit lebte er unter Indianern, lernte deren Sprachen, Sitten und Gebräuche.
Der „weiße Indianer aus Kaiserslautern“ starb im Jahre 1755 gezeichnet durch ein hartes, entbehrungsreiches Grenzerleben.
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Lit. Hinweise:
Hans Wagner: Der weiße Indianer aus K-Town.
The Journal of Johann Peter Saling – Expeditionstagebuch- 1751.

Historische Aufnahmen aus Alt-Lautre

Marktstraße Kaiserslautern 1905

Stiftsplatz Kaiserslautern 1905

Stiftsplatz Kaiserslautern mit "Karlsberg" 1903
Aus der Sammlung Hans Wagner
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