Samstag, 21. Januar 2017

Historisch reflektierendes Bewusstsein und moderne Migration

Wenn man die heutigen Migrationsprobleme betrachtet die Europa hat und sich einmal die Mühe macht historisch zu reflektieren, wird einem schnell bewusst das im Lauf der Geschichte solche Zustände immer wieder aufkamen. Man muss doch nur einmal über die sogenannte „Völkerwanderung“ des 3. bis 6. Jahrhunderts im Gebiet des römischen und späteren fränkischen Reiches nachdenken.
Fast hundert Jahre lang hat man in den Schulen die „Völkerwanderung“ gelehrt. Kein Geschichtsbuch, kein Atlas ohne die berühmte „Völkerwanderungskarte“. Aber die großen Völkerungsbewegungen verliefen ganz anders als es uns diese alten Geschichtsbücher und Atlanten suggerieren wollen. Wenn wir uns nur ein wenig in historischer Imagination üben und eine Zeitreise unternehmen und die heutigen Migrationsprobleme einem historischen Verglöeich unterziehen als historisch denkender Betrachter im Hier und Jetzt erscheint diese „Völkerwanderung“ dem Betrachter in einem neuen Licht.
In jener „Völkerwanderungszeit“ gab es schon die gleichen Probleme die wir auch heute kennen:
Ständige Emigration, Regionalkriege durch die es zu Fluchtbewegungen kam, Plünderungen durchziehender kriegerischer Horden, Zwangsumsiedlungen, Wanderungsbewegungen nomadischer Völker, Expertenemigration ins römische Reich.
Goten und Vandalen wanderten durch halb Europa ähnlich den heutigen Migrationsbewegungen aus Afrika.
Um die riesige Kriegs- und Verteidigungmaschinerie am Laufen zu erhalten war das römische Imperium auf Expertenemigration sogar angewiesen um spezialisierte Handwerker ins Imperium zu integrieren. Die Ökonomie von damals suchte wie die Ökonomie von heute Experten und Spezialisten.
Zweifelsohne hat das römische Reich durch seine expansive Eroberungspolitik selbst Migration ausgelöst. Aber auch Frieden und Sicherheit fanden Völker immer wieder im römischen Imperium der antiken Welt. Die hohen Kulturleistungen der Römer lockten viele Migranten ins Reich.
Das „Mangelgesellschaften“ ins Imperium eindrangen war einfach ökonomisch logisch.
Der sogenannte „barbarische Stil“, sowie plündernde Kriegerhorden gab es natürlich, allerdings nicht in der Dimension wie sie uns die „alte“ Geschichtsschreibung auftischen will. Schon damals gab es wie heute auch politische Fluchtbewegungen sowie- und vor allem- große Armuts- und Wirtschaftsmigrationen. Wenn wir das Phänomen der damaligen Völkerbewegungen mit unseren heutigen Migrationsproblemen vergleichen, kann man schnell eine Ähnlichkeit feststellen.
hukwa

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