Sonntag, 15. Januar 2017

Der Landauer Weg in Trippstadt

In Trippstadt gibt es eine Strasse die Landauer Weg heißt. Wie der Name aussagt führte dieser Weg einst nach Landau. Von Kaiserslautern kommend führte einst eine alte Geleitstrasse nach Landau. Diese Strassenverbindung die umgekehrt von Landau über Albersweiler, Eußertal, „Hochstett“ Hochstätten), „Tribstatt“ (Trippstadt) und „Honeck“ (Hohenecken) nach „Kayserslautern“ führte ist in einigen alten Urkunden benannt. In der Dorfchronik von Albersweiler kann man lesen, dass die Gründung des Kloster Eußertal in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts an dieser Strasse erfolgte.
Das Kloster Eußertal hatte im Lauberwald der zu Trippstadt gehört bereits im 12. Jahrhundert Eigentum. Mit Sicherheit kamen die Mönche wenn sie den Lauberwald aufsuchten über diese Strasse nach Trippstadt. In Trippstadt erfolgte eine weitere Abzweigung nach Kaiserslautern. Über Hohenecken führte die alte Geleitstrasse über den Einsiedlerhof (Deutschordenskomturei mit Hospital und Herberge) nach Kaiserslautern. In diese alte Geleitstrassse mündeten wieder eine Reihe von anderen Strassen und Wege ein, die vor allem für den Handel im Mittelalter wichtig waren. Unter anderem ein Weg von der alten Wüstung im Mosisbruch der in direkter Verbindung nach Trippstadt führte. Das Mosisbruch liegt zwei Kilometer nördlich von Hofstätten. Beide Ansiedlungen waren durch einen alten Weg verbunden. Dieser Weg ist in einem Plan von 1730 , der sich im landesarchiv von speyer befindet, als Weg von Hofstätten nach Trippstadt eingezeichnet. Von Hofstätten führte nach diesem Plan in südöstliche Richtung ein Weg nach Eußertal, in südlicher Richtung nach Annweiler und in westlicher Richtung zur Falkenburg und nach Merzalben. Auf diesem Weg ritten die Hohenecker wohl in der Zeit als sie die Reichskleinodien auf dem Trifels verwalteten. Ebenso ritt hier Wenz vom Berg Reichsministerialer vom Trifels nach Lautern wenn er dort urkundete.
Schon ernst Bilfinger brachte die Wegstrecke über die Schächerdell, den Mosisberg über Hofstätten, hinab ins Wellbachtal und die Steige wieder hinauf zum Taubensuhl, mit der 1369 als Gaustrasse genannten Hochstrasse in Verbindung.

Lit. Hinweise:

Landesarchiv Speyer. Best.B2 Nr.1393/4
G. Biundo: Annweiler Geschichte einer alten Reichstadt.
W. Abel: Die Wüstungen des ausgehenden Mittelalters.
Heintz: Verschollene pfälzische Ortsnamen. In Mitt.d.hist.V.d.Pfalz 1875; S.106. 

hukwa




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