Donnerstag, 14. November 2013

Das Denk – mal bei der Amseldell

Immer wenn ich vor dem Denkmal auf der Amseldell bei Trippstadt stehe, dass vom einstigen fürstlichen Besuch kündet, beginnt auch in mir ein Denk – mal. Und ich frage mich wo ist eigentlich das Denkmal des Hüttenarbeiters der am Hochofen stand, des Schmiedes, des Waldarbeiters, des Köhlers, des bettelarmen Tagelöhners, der armen Frau die im Karlstal in einer Höhle lebte, des Manns an der Walze, am Schmiedeofen, der unbekannten Arbeitermutter die ihre Kinder allein groß ziehen musste weil ihr Mann in einem der unsäglichen Kriege, die ja nicht die kleinen Leute begonnen hatten, gefallen ist?
Die Geschichte ist nicht allein die Geschichte einiger Feudalherren, sondern jener die diese Geschichte mit ihrem Blut geschrieben haben. In keinem Denkmal in Trippstadt spiegelt sich dies. Hier wäre eine Lücke zu füllen.
Da finden wir im Karlstal das Denkmal des „Erbauers“ der Karlsstraße, obwohl es Arbeiter waren die diese Straße gebaut haben.
Die letzten zweihundert Jahre unserer Geschichte, sowie der Heimatgeschichte von Trippstadt wurden nicht von Adel und Kirche geprägt, sondern von der Industrialisierung. Sie hat vielseitige Spuren und Bauten in Trippstadt hinterlassen, vor allem die „Spur des kleinen Mannes“ oder eben der „kleinen Frau“, diese sollten hervorgehoben werden. Gerade Heimatgeschichte ist immer auch Sozialgeschichte und nicht nur Feudalgeschichte.
hukwa

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