Sonntag, 2. März 2014

Eine Zaunpfostenwanderung oder über Sinn und Sein eines alten Kulturgutes

Eine der erfreulichsten Anblicke in der Kulturlandschaft und der Feldflur sind die alten Zaun- und Weidepfosten aus Holz, die leider immer mehr verschwinden. Mindestens einmal in der Woche unternehme ich eine solche "Zaunpfostenwanderung" und bewundere dabei das Sein dieser alten noch nicht von chemischen Schutzstoffen gebeizten Hölzer. Sind sie doch regelrechte Biotope. Wespen und Hornissen nisten hier. Fliegen wärmen sich an ihrem Holz. Eidechsen klettern an ihnen. Habicht und Eule dienen sie als Ansitz. Braun- Schwarz- und Rotkehlchen benutzen sie als Sitzwarten. Goldammern singen ihre Lieder auf ihnen. Sie haben also weit mehr Sinn als die unästhetischen Plastik- und Metallzäune. Sie haben Sinn- und Sein.
hukwa

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