Freitag, 30. Dezember 2011

Im Schlosspark zu Trippstadt

Der Wind geht leise wie mein Atem
nebliges Abendlicht liegt überm alten Park
blutrotes Leuchten zwischen Busch und Bäumen
glutrot verworrenes Schäumen
schwebt leuchtend in der Abendwende
die Eberesche glüht schon lang nicht mehr
wie Augen erscheinen die Fenster im Schloss
erzählen von
Triumph von Sieg und Gelingen
dennoch
sind sie nur Zeugen
von Vergehen und Zerrinnen
Ich schwebe auf lichten Ätherschwingen
ein Glockenschlag durchbricht die Stille
aus tausend Ebereschenzweigen
spür ich
das Gott mich anstarrt
O Wesen das in jeder Pflanze lebt
O Kraft die in uns Menschen webt
die nun im Abendrot versunken
einen Blick in die Ewigkeit gewährt
genährt von einer einsamen Stunde.
hukwa

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